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Gestaltung inner- und überbetrieblicher Erwerbsverläufe in der mittelständischen Bauwirtschaft

Der demografische Wandel verändert maßgeblich unsere Gesellschaftsstruktur. Wie die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in ihrer Bevölkerungsvorausschätzung ermittelt haben, wird die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen bis zum Jahr 2030 um fast 5 Mio. zurückgehen.

Dabei werden zu diesem Zeitpunkt rund 17 % weniger Kinder (unter 20 Jahren) leben, die Personenzahl im erwerbsfähigen Alter bis 65 Jahre wird um 15 %, also um ca. 7,5 Mio. schrumpfen. Gleichzeitig wird die Zahl der über 65-jährigen um ca. ein Drittel auf ca. 22,3 Mio. Menschen steigen.1

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das Programm „Demografischer Wandel als betriebliche Herausforderung -  Veränderungen frühzeitig erkennen und erfolgreich gestalten“ initiiert, um Menschen nachhaltig und zukunftsorientiert beim Erhalt ihrer Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit zu unterstützen.

Auch in der Baubranche sind gute Arbeitskräfte Mangelware. Dies betrifft nicht nur den akademischen Bereich, sondern auch gewerbliche Arbeitnehmer. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren bereits in 2010 ein Viertel aller gewerblichen Arbeitnehmer  50 Jahre und älter.

Gleichzeitig bleibt zu beachten:

  • Viele Tätigkeiten in der Bauwirtschaft sind durch ein hohes Maß an körperlicher Arbeit geprägt, was oftmals zu besonderen gesundheitlichen Belastungen führt. Aber auch die Vielfältigkeit und Komplexität der Aufgaben, die oftmals unter Termindruck und an wechselnden Standorten erfolgen, bedingen ein hohes Maß an psychischen Belastungen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass eine hohe Zahl der Beschäftigten bereits vor dem Erreichen des regulären Renteneintrittsalters aus dem Berufsleben ausscheidet.
     
  • Zudem zeigen statistische Erhebungen, dass ein Großteil der Beschäftigten die Baubranche innerhalb der ersten 10 Jahre verlässt. Verschärft wird diese Situation durch einen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften.
     

Somit muss auch die Baubranche ihr Fachkräftepotential massiv stärken.
In dem Projekt „Gestaltung inner- und überbetrieblicher Erwerbsverläufe in der mittelständischen Bauwirtschaft“ sollen für ausgewählte Berufsgruppen mit hohen Belastungen Gestaltungs- und Ausstiegsalternativen modellhaft erarbeitet und umgesetzt werden, um künftig älteren Beschäftigten eine langfristige Beschäftigungsperspektive im Bausektor zu geben.

 


1 Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Demografischer Wandel in Deutschland, Heft 1, 2011

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Arbeiten bis 67?
Wie kann das in der Baubranche funktionieren?

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